Kantonaler Fischerei-Verband Basel-Stadt

Fischsterben am Doubs

Sehr geehrte Präsidenten
meine Damen und Herren

Ich gelange mit diesem Schreiben an Sie, da sich am Doubs im Kanton Jura eine Tragödie seit einem dreiviertel Jahr abspielt. Ich bin ein leidenschaftlicher Fliegenfischer und gehe seit vielen Jahren an den Doubs. Was ich aber letztes Jahr im Juni am Wasser mit ansehen musste war eine Katastrophe. Überall verpilzte Forellen und Äschen, mir blutete das Fischerherz, ich konnte das einfach nicht mehr mit ansehen, ich musste einfach etwas unternehmen. Ich habe damals meine Ferien in Soubey abgebrochen und auf der Heimfahrt die Fischereiverwaltung über das Gesehene informiert. Ich bekam zur Antwort, dass schon viele Fischer das gleiche meldeten. Aufgewühlt zu Hause angekommen lies mir die Sache keine Ruhe, ich musste was unternehmen, ich meldete mich bei Petri-Heil um die Tragödie zu melden undes wurde ein erster Bericht veröffentlicht über den Doubs. Im September war ich noch einige Tage am Doubs und sah keine verpilzten Fische mehr. Ich atmete auf und dachte es wäre wieder alles in Ordnung mit den Fischen. Anfangs Dezember bekam ich von einem Fischerkollegen ein Telefon, er sagte mir das sich am Doubs erneut ein Drama abspielte. Er war an der GV des Fischerverein Franco-Suisse, wo Präsident Christian Triboulet die Mitglieder informierte was sich im Moment am Doubs wieder abspielte. Christian Triboulet hat bei allen Organisationen um Hilfe gebeten um diese ökologische Katastrophe zu meistern. Als ich das hörte musste ich sofort wieder aktiv werden. Ich habe Fachzeitschriften, Tageszeitungen, Behörden, das Schweizer Fernsehen, Naturschutz Organisationen, Fachleute (Biologen), Fischerkollegen, einfach alles was mir wichtig erschien Mails gesendet. Es wurden in der Zwischenzeit wieder diverse Berichte veröffentlicht auch von Petri-Heil ich möchte an dieser Stelle Daniel Luther danken für seine Unterstützung. Ich habe auch von Fachleuten und Behörden Rückmeldungen bekommen, aber leider nichts verbindliches, es wurde sogar von offizieller Seite verkündet, dass sich die Lage am Doubs wieder normalisiert ,was ich einfach nicht verstehen kann (unbegreiflich). Ich opfere jetzt seit gut 3 Monaten meine ganze Freizeit um dem Doubs und seinen wunderschönen Doubsforellen und Äschen in irgend einer Form zu helfen. Ich bin es diesem Fluss einfach schuldig, wo ich seit meiner frühsten Jugend so schöne Stunden verbringen durfte, ich möchte was zurück geben. Letzte Woche haben zwei gute Fischerkollegen von mir eine Facebook Gruppe gegründet "Rettet den Doubs" wo ich natürlich auch mitmache. Ich habe auch in der Zwischenzeit von den Französischen Fischerkollegen erfahren, dass am 14. Mai eine grosse Manifestation in Goumois (Jura) satt finden wird und Sie hoffen, dass so viel wie möglich Schweizer Fischerkollegen kommen um sich für die Sache einzusetzen, was eigentlich schon lange nötig wäre. Sie müssen sich ja auch mit Schwall/Sunk, landwirtschaftlicher Überdüngung  und vielem Anderen herumschlagen. Es kann doch nicht sein, dass ein Gewässer nach dem Anderen in der Schweiz kaputt geht nur weil Strom produziert wird, koste es was es wolle und für die Natur wird im Verhältnis nur wenig getan.
Ich bitte Sie nun im Namen vieler Fischerkollegen uns in unserer Sache zu unterstützen, dass am 14.Mai so viel wie möglich Fischerkollegen an der Manifestation in Goumois teil nehmen um die Öffentlichkeit wach zu rütteln. Geben Sie Ihrem Fischerherzen einen Ruck und machen Sie mit, informieren Sie Ihre Mitglieder. Sobald ich die genaue Uhrzeit des Treffens habe, werde ich mich bei Ihnen melden. Falls es mehr Informationen braucht bin ich gerne bereit Auskunft zu geben.

Mit freundlichen Grüssen
Michel Baumann und viele Fischerkollegen

Michel Baumann
Hauptstrasse 95b
4147 Aesch
Tel 061 751 33 21
Mail: mg.baumann@bluewin.ch

Antwortschreiben von Frau BR Doris Leuthard

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