Kantonaler Fischerei-Verband Basel-Stadt

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Am 4. Sept. 2010, schwimmt Andrea Maria Hajmer zu Gunsten der Wiederansiedlung vom atlantischen Lachs in Basel. Sie unterstützt damit das Projekt vom Kantonalen Fischerei-Verband Basel-Stadt.

Warum schwimmt Andi dafür?

Lachs in Basel
91 cm / f, erster nachgewiesener Fang bei Basel:

Der Lachsfang in Basel, unterhalb der Eisenbahnbrücke, am 5. Oktober 2008 ging durch die Schweizer Medienlandschaft. Seit 50 Jahren wurde in Basel kein Lachs mehr gefangen.

Was sind die Gründe für das Verschwinden des Lachses im Rhein:

Bis ins 19. Jahrhundert gab es reichlich Lachs. In Basel zum Beispiel wurden von 1920-1931 im Durchschnitt pro Jahr 122 Lachse gefangen. Von 1932-1958 waren es durchschnittlich nur noch 13 Lachse. Nach 1958 wurde in Basel gar kein Lachs mehr gefangen. Es gibt drei Hauptgründe für das Verschwinden des Lachses im Rhein. Die Flussbegradigung, die mangelnde Wasserqualität und der Bau der Stauwehre. Im 19. Jahrhundert begann man den Rhein als Wasserstrasse auszubauen und das umliegende Land für die Landwirtschaft zu nutzen.

Daraus folgten Bachbegradigungen und viele Laichplätze verschwanden. Mit der Industrialisierung im 20. Jahrhundert siedelten immer mehr Industriebetriebe entlang des Rheins an. Die Bevölkerungszahl stieg und die Abwässer gelangten meist ungeklärt in den Rhein, wodurch die Wasserqualität entsprechend abnahm. Der Bau von vier Stauwehren in den 50er Jahren unterhalb von Basel verunmöglichte schlussendlich den Lachsen die Wanderung zu ihren Laichplätzen im Oberrhein.

Situation Schweiz:

Rückstände aus Medikamenten und Landwirtschaftschemikalien machen den Fischen zu schaffen oder führen zu deren Verweiblichung!

Wiederansiedlungsprojekte:

Der Rhein entspringt in den Schweizer Alpen und fliesst danach durch Frankreich,Deutschland und Holland und mündet in die Nordsee. Eine Wiederansiedlung der Lachse kann deshalb nur mit grenzüberschreitenden Projekten gelingen. Bereits 1983 wurden in Basel das erste Wiederansieldungsprojekt durch die Basler-Fischerei realisiert. Nach dem folgenschweren Brand “Sandoz, Schweizerhalle 1986” erarbeitete die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) das „Lachs 2000“ Programm.

Es wurden verschiedene Revitalisierungsmassnahmen ergriffen, um das Ökosystem des Rheins und seine frühere Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten wiederherzustellen. So konnte der Lachs einen Teil der Zuflüsse der unteren Rheinabschnitte (z. B. die Sieg in Deutschland) erfolgreich wiederbesiedeln. Allerdings werden die Lachse bei ihrer Wanderung stromaufwärts ca.150 Kilometer nördlich von Basel durch mehrere Flusskraftwerke, die noch nicht über Fischpässe verfügen, am Weiterkommen gehindert. Bei zwei dieser Kraftwerke ist der Bau solcher Anlagen bereits beschlossen. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedstaaten der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) sucht die Schweiz gegenwärtig nach Lösungen, um auch die restlichen Barrieren zu beseitigen.

Das Folgeprogramm „Lachs 2020“ hat nun zum Ziel bis zum Jahr 2020 eine stabile Wildlachs Population im Oberrhein zu ermöglichen.

Lachsbesatz Schweiz:

Nach Artikel 6 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über die Fischerei (BGF, SR 923.0) benötigt das Einsetzen standortfremder Arten, Rassen und Varietäten von Fischen in schweizerische Gewässer eine Bewilligung des Bundes. Die Bewilligung wird erteilt, wenn der Gesuchsteller nachweist, dass die einheimische Tier- und Pflanzenwelt nicht gefährdet wird und keine unerwünschte Veränderung der Fauna erfolgt. Gemäss Artikel 9 Absatz 2 der Verordnung vom 24.November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (VBGF, SR 923.01) ist das BAFU, Bundesamt für Umwelt, für die Erteilung dieser Bewilligung zuständig. Entsprechende Bewilligungen haben derzeit die Kantone Basel-Stadt, Basel-Land und Aargau.

Das Besatzmaterial für die Schweiz stammt von Lachsen des Allier-Loire Stammes, welcher dem ursprünglichen Stamm des Rheinlachses als genetisch am ähnlichsten angenommen wird. Die Eier werden in der Petit Camargue ausgebrütet und bis zum gewünschten Stadium aufgezogen. Sie werden in ausgewählten Besatzgewässern ausgesetzt und markiert (Rhein, Wiese, Birs und Ergolz). Jährlicher Besatz mit ca. 15‘000 markierten Lachssömmerlingen in den Kantonen BS, BL und AG.

Der Kantonale Fischerei-Verband Basel-Stadt KFVBS:

Am Schnittpunkt wichtiger Verkehrszweige und am Grenzpunkt dreier Staaten gelegen, kann die Basler Fischerei auf eine lange Tradition zurückblicken. Durch eine Stiftungsurkunde vom 15. Februar 1354 erlaubte Bischof Johann den beiden Handwerken der Fischer und Schiffleute zu Basel, eine eigene Zunft zu gründen. In einer Zunftordnung vom Jahr 1420 trafen sie umfassende Bestimmungen über ihr Handwerk. Im Jahre 1941 entstand der heutige Kantonale Fischerei-Verband Basel- Stadt (KFVBS).

In unserer Zeit sind es vor allem die Bemühungen um saubere Gewässer, um deren Erhaltung und Revitalisierung als natürlicher Lebensraum und um die Hege und Pflege eines ausgewogenen Fischbestandes im Rhein, in der Wiese und Birs, welche die Baselstädtische Fischerei zur Hauptsache im Dreiländereck beschäftigen.

Im Mittelpunkt stehen die Wanderfische, vor allem auch in der öffentlichen Aufmerksamkeit steht dabei das ehrgeizige Lachsprojekt, wo es nach wie vor und künftig darum geht, im Rahmen der kantonalen, der schweizerischen und internationalen Zusammenarbeit, vielschichtige Leistungen zu erbringen.

Projektziel KFVBS:

Der atlantische Lachs soll den Weg Rheinaufwärts wieder passieren können, um seine angestammten Laichplätze zu erreichen. Vorerst ist die Rückkehr einzelner Lachse wichtig, als Hinweis, dass der Weg bis in die Schweiz passierbar ist. Hier müssen sie geeignete Laichplätze und Jungfischhabitate vorfinden. Dies bedingt die Fortsetzung der Renaturierungsarbeiten Wiese und Birs.

Das schlussendliche Ziel ist es, wieder eine sich selbst erhaltende Lachspopulation in den beiden Regio Gewässern zu haben. Von diesem Ziel sind wir derzeit noch weit entfernt. Ein stützender Lachsbesatz bereits heute ist notwendig, nicht nur als politisches Argument für Fischtreppen und Renaturierungen, sondern auch als Aufbau der zukünftigen Lachspopulation.

Dazu betreibt der KFVBS ein Aufzuchtprojekt Wanderfisch mit dem Leitfisch Lachs, Flussforelle und der Nase für die Wiederansiedlung und Arterhaltung.

Sie unterstützen die Aktionen und Arbeiten vom KFVBS:

Weitere Informationen unter:

Kantonaler Fischereiverband Basel-Stadt
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Ihre Unterstützung mit einem Beitrag unter:

Sie können Andrea Hajmer live, am 4. September 2010, beim SLRG-Millionenmeter-Schwimmen, 5 oder 10 km; für "Lachs in Basel" erleben.

Dolphin
lachs

Der Kantonale Fischerei-Verband Basel-Stadt dankt Andi für das tolle Engagement und Ihnen für einen Unterstützungsbeitrag.

KFVBS, 3. August 2010

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